CPA Möckern
Christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Adventjugend


Finnland 2004

20.08. - 05.09.2004

Finnland 2004

Am 20.August gings für Sebastian und 4 bayrischen Rovern/Scouts aus Kitzingen und Traustadt für 2 Wochen ab in den hohen Norden nach Finnland.
 
An der Fischergasse in Kitzingen traf man sich und musste sich zu fünft mit 5 Rucksäcken in Bachus kleinen Golf quetschen um zum Flughafen Hahn zu gelangen. Trotz 7kg Übergepäck und fehlender Buchungsnummer ließ man uns durch den Check-in. Dann in Finnland unweit von Tampere angekommen, wurde erst mal ein schöner Schlafplatz gesucht möglichst an einem See, meinte Sabi. Doch erst nach ca. 7km wurde dann ein schöner See im Land der Tausend Seen gefunden. Dort wurde dann das erste Bad im kühlen Nass genossen und der Pläne für diese Sommerfahrt gemacht. Nach einer Nacht in zwei Umkleidekabinen und dem 1. Müsli mit Baby-Milchpulver wurde dann als Ziel Lahti ausgeben. Nach gut 100km kamen dann die beiden Tramp-Gruppen fast zeitgleich dort an. Nach einem Kaffee und dem ersten Einkauf wurden die ersten finnischen Euros von allen gesammelt. Manch einer brachte es am Ende auf Münzen im Wert von fast 30 Euros. Die Schlafplatzsuche gestaltete sich diesmal schwieriger. Eine Plätzchen im Nordic Walking Wald von Lahti musste dann ausreichen. Am nächsten Tag sollte es dann eigentlich mit den Kanus losgehen. Zu blöd das am Sonntag der einzige Kanu-Verleih geschlossen hatte. So wurde aus dem Tag das Beste gemacht und ein Schwimmbad mit Sauna und Whirlpool besucht. Abends bezogen wir dann auf einem Hügel mit Blick auf Lahti direkt an den drei Skisprungschanzen unser Nachtlager.


  Bachus beim Kothenaufbau

  An den Skisprungenschanzen von Lathi

Am nächsten Morgen konnten wir dann einige Skispringer beobachten. Beim Kanuverleih angekommen, staunten wir nicht schlecht, wie viel Geld so was kostet. Uns war es dort zu teuer, so dass wir uns entschieden am See nordwärts entlang nach Asikkala zu trampen um dort einen Verleih zu finden. In der Touri-Info wurden wir dann an einen Verleih vermittelt, der nur etwas mehr als die Hälfte als der aus Lahti für 2 Kanus verlangte. Die einzige Busfahrt innerhalb von 2 Wochen brachte uns dann nach Padasjoki am See Päijänne von wo wir dann zum ersten Mal mit unseren Kanus in See stießen.


 4 Bayern und rechts der "Preuße"
 

Das Boot von Bachus und Sabi kam dann nach einigen Steuerproblemen auch langsam in Tritt, sodass wir alle gemütlich die Insel Iso Lammassaari erreichten. Die Insel war wie viele andere der 50 Inseln auf dem Päijänne mit einer Feuerstelle, Holzvorrat und einem Klohäuschen ausgestattet. Sogar eine sogenannte Biwakschachtel stand zum Übernachten offen. Glücklich und zufrieden über den guten Tagesverlauf trotz aller Probleme schliefen wir dann ein. In den folgenden 7 Tagen fuhren wir mit den Kanus Falscher Hase(Bachus&Sabi) und Klappstuhl(Fränzi&Marian&Bustl) von Insel zu Insel. Unterwegs wurde mehrmals auf Inseln angehalten, Mittagsrast gemacht und abends meist gebadet. Das Wetter ging von Stürmisch mit Windstärke 6 über Trüb und Regnerisch bis hin zu blauem Himmel und Sonne pur, bei dem man sich sogar den Oberkörper bräunen lassen konnte.


Wurde von Tag zu Tag brauner

 Superwetter

Unsere Kothe auf einer Insel
 

Getrübt wurde unsere Stimmung eigentlich nur von den lästigen Mücken und zu Ende gehenden Nahrungsvorräten, die uns dazu zwangen ohne Frühstück im Magen nach Padasjoki zurückzupaddeln. Dort lernten wir einen ehemaligen Berliner kennen, der eine Sportsbar mit "Warsteiner"-Support betrieb. Er empfahl uns eine Tonnensauna. Zurecht, wie wir bald darauf feststellen durften. Diese befand sich in einem umgekippten übergroßen Fass direkt am See auf dem auch ein Hausboot ankerte. 2 Stunden verweilten wir dort und sprangen nach jedem Saunagang vergnügt in den eiskalten See.


 die Tonnensauna

Bruder des Schweißes (Bachus & Sebastian)

Nach diesen herrlichen Tagen im Kanu setzten wir uns dann wieder unsere Rucksäcke auf und gingen für 3 Tage im Evo Nationalpark unweit von Padasjoki wandern. Auf Pfaden durch dichtes Unterholz, glitschigen Wurzeln & Steinen und vorbei an herrlich schönen Seen mit braungefärbtem Wasser ging es still und leise voran von Biwakplatz zu Biwakplatz. Nur durch gelegentliche wilde Tiere wie eine Blindschleiche oder ein Frosch kam Unruhe in die Gruppe. Das Wetter war mittlerweile miserabel, uns nervten Zombie-Schnacken und auch das braune Wasser zu trinken war für uns kein Hochgenuss. Aber trotz alle dem konnten wir über vieles nur Lachen. Am Ende unserer Wanderung gabs dann ein weiteres Highlight dieser Fahrt. Auf der Suche nach einem Heuschober oder etwas ähnlichem zum Übernachten lud uns einem hilfsbereite Frau ein, in ihrem stilvoll eingerichteten Sommerhaus zu übernachten. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und genossen dort auch wiederum eine schöne Sauna.


Unterwegs in Helsinki

Am Morgen danach mussten wir von Bachus Abschied nehmen, der zum Gilwell-Park aufbrach. Wir übrigen 4 trampten in die über 140km entfernte Hauptstadt Helsinki. In einem Vorort konnten wir in unserer Not die Nacht nur in einer Tiefgarage verbringen. Den nächsten Tag verbrachten wir dann fast vollständig in Helsinki. Ich spielte den Reiseführer und so sahen wir viele verschiedene Bauwerke, wie z.B. eine Felsenkirche oder die russisch-orthodoxe Uspenski Kathedrale. Aber auch das Olympiastadion und finnischen Sportmuseum sahen sich ein paar von uns an. Von Helsinki aus trampten wir in gewohnter Manier zurück zum Flughafen und von dort gings dann wieder zurück nach Kitzingen.
 
In Erinnerung verbleiben uns viele schöne Tage im Kanu, die tolle Gemeinschaft und die vielen unterschiedlichen Eindrücke, die wir in Finnland sammeln durften.