CPA Möckern
Christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Adventjugend


Sardinien 2003

Datum

Ein Mann- eine Idee- eine Insel- Sardinien 2003


Ab in den Süden... 
Ein Schwan unterwegs auf Sardinien

Ende August, als sich viele von uns schon wieder zur 1. Gruppenstunde nach den Sommerferien trafen, fuhr ich Sebastian, mit einer Gruppe von 11 katholischen Pfadfindern zur einer Sommerfahrt nach Sardinien.

Der Trupp

Vom Flughafen Frankfurt Hahn ging es zuerst nach Rom Ciampino mit dem Flugzeug. Nachdem wir auf dem Flughafengelände keinen geeigneten Schlafplatz fanden, beschlossen wir etwas weiter entfernt vom Flughafen nach etwas passendem, z.B. eine Wiese, zu suchen. Irgendwann kamen wir dann auf die antike Via Appia und fanden dort dann auch ein Plätzchen.
Am nächsten Morgen wurden wir dann von einer Horde Hunde unfreundlich aus dem Schlaf gerissen und stellten alsbald fest, dass wir an einem Straßenstrich genächtigt hatten. Nach einem ersten Frühstück marschierten wir dann weiter um unserem 1. Ziel dem Fährhafen in Civitavecchia ein Stück näher zu kommen. Wir liefen aber nicht die ganze Strecke sondern trampten ca. 50 km bis dort hin.

Am nächsten Tag teilten wir uns dann für einen 48h-Hajk in kleine Gruppen auf und erkundeten dann per Daumen, Bus und Bahn die Städte Sassari/Allghero mit der bekanntesten Tropfsteinhöhle Sardiniens, Tortoli, ein Castello, den roten Felsen von Arbatax, Lago Alto di Flumendosa einen Bergsee und die Insel San Pietro ganz im Südwesten der Insel.Mit der Fähre kamen wir dann spätabends in Olbia auf Sardinien an und mussten uns wieder im Dunkeln auf Schlafplatz Suche gehen. Dieses Mal landeten wir nach ein paar fehlgeschlagenen Versuchen auf einer Müllhalden artigen Wiese unweit einer großen Brücke, von der uns dann auch die Polizei nicht mehr vertreiben konnte.
Nach 2 Tagen trafen dann bis auf 2 Jungs alle Gruppen am vereinbarten Treffpunkt am Wasserfall in Santu Lussurgiu ein.
Dieser Wasserfall war der schönste Fleck, den ich den 2 Wochen dort auf Sardinien gesehen habe. Wir konnten dort unter dem Wasserfall duschen, Wäsche waschen und uns von den Strapazen des Hajks erholen.
Am nächsten Tag trampten wir alle zur Ostküste, wo wir dann auch wieder auf die 2 verlorenen Söhne, Bachus und Alex, stießen. Sie hatten 2 Tage am Strand von Cala Gonone ausgeharrt. Die nächsten Tage liefen wir dann von Bucht zu Bucht bei teilweise extremer Hitze von ca. 35C. Eine Felsgrotte, die man nur vom Wasser aus erreichen konnte, gestatteten wir unterwegs einen Besuch ab. Obwohl alle zwischen 5-10 Liter Wasser im Rucksack hatten, ging uns einmal fast das Trinkwasser aus. Als wir dann völlig erschöpft und verschwitzt die Bucht Cala di Luna erreichten, hatte die Strandbar klar den Vorrang vor dem herrlichen Sandstrand. Dort blieben wir dann insgesamt 2 Tage. Vier denen die Hitze nichts auszumachen schien, unter denen auch ich war, ließen es sich nicht nehmen eine gewaltige Schlucht hinauf zu laufen um mal ein ganz anderes Bild vom Meer und der Küste zu erhalten. Die anderen nutzen den freien Tag um ausgiebig im warmen Mittelmeer zu baden oder um Karten nach Hause zu schreiben.


Nimm uns mit.

Irgendwann ging es dann zurück zum Ausgangshafen auf Sardinien, um von dort mit einer Nachtfähre zum italienischen Festland zurück zu gelangen. Zwei Tage blieben wir dann noch in Rom, wo wir dann jeder auf eigene Faust die Ewige Stadt erkunden konnte. Pantheon, Kollosseum und Forum Romanum ließ wohl keiner von uns aus. Aber auch der Fluss Tiber und der weltbekannte Petersdom im Vatikan wurde von allen besucht.
Abends gingen wir dann richtig Italienisch Essen und anschließend zu Trevi Brunnen und zur spanischen Treppe, wo wir dann diese 10 tägige Fahrt gemütlich ausklingen ließen.
Am letzten Tag versuchten wir dann noch unser Glück als Straßenmusiker mitten in Roms Fußgängerzone. Von den 80 die am Ende im Hut lagen, kauften wir uns jeder ein großes Eis und spendeten den Rest dann im Petersdom.
Abends flogen wir dann wieder zurück und am Flughafen in Hahn gab es dann noch mal eine Abendrunde. Ein letztes Mal sangen wir dann unser Lied , was uns die ganze Zeit über begleitet hatte 

Ab in den Süden, der Sonne hinterher...

Text und Bilder: Sebastian