CPA Möckern
Christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Adventjugend


Fleetmark 2005

25.07. - 31.07.2007



Sommerlager in Fleetmark

In der Woche vom 24.07. - 31.07.2005 wurde es in dem kleinen Wäldchen kurz hinter Fleetmark wieder richtig laut. Dort unterhält nämlich die ortsansässige CPA-Gruppe ein Pfadfindercamp, welches schon lange zu den Favoriten unserer Gruppe zählt. Und so pilgerten auch dieses Jahr 12 Möckeraner in die Nähe von Salzwedel. Spätestens nachdem der Bus mit allem Möglichen voll gestopft worden war und die ersten Kilometer die Truppe von der Heimat trennte, spürte dann auch der Letzte aus dem Leitungsteam seine Nervosität - denn die "alten Hasen" des Zeltens hatten wir zuhause gelassen. Und so sollte auch das Lager seine ganz besonderen Überraschungen und Lerneffekte mit sich bringen...


Frisch angekommen, ging es zuerst ans Zelte aufbauen. Doch hier bemerkten wir schon unser erstes "Versagen": Unser Lagerwart hatte an alles gedacht - nur nicht an die Kothenkreuze. Und so wurden sich gleich zu Beginn erstmal zwei Paar geliehen und zwei Paar selbst hergestellt. Schon erschallte der süße Ruf unserer zwei Köchinnen, die voller Erstaunen beim Beziehen der Küche feststellten, dass etliche Küchengeräte und einige Lebensmittel in Möckern verblieben waren. Na ja, es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen...

Nach kurzer Nachtruhe, Frühstück und sehr kalter Dusche verbrachten wir den Montagvormittag mit Workshops. Dabei zeigten sich die Kids mal wieder so wissbegierig, dass sie sämtliche, für die Woche vorbereiteten Abzeichen schon an einem Tag erlernten und auch ablegen konnten, was ihre Leiter in arge Planungsprobleme brachte. Zur Belohnung wartete auf die "Kleinen" am Nachmittag der warme Arendsee.

Für eine "gelungene" Abendveranstaltung sorgte Matze mit seiner Simulanten-Vision und dem Kurzausflug zur Drogenärztin nach Salzwedel. Insider wissen Bescheid...

Am Dienstagvormittag wurde den Leitern das letzte Stückchen Wissen aus ihren müden Gehirnen gesaugt. Nachmittags ging es zu einem Selbstversorgenden Ehepärchen auf einen nahe belegenen Bauernhof. Dabei entpuppten sch zahlreiche Lagerteilnehmer als verwöhnte Stadkinder: Beim eigenhändigen Kuhmelken wurde lieber den Leitern der Vortritt gelassen. Auch die körperwarme, kuhgeschäumte Milch mußten die Leiter trinken. Nachdem dann aber auch eindrucksvoll demonstriert wurde, dass auch Ziegen rauchen können, ging es mit der Frau des Hofes in den Wald. Während der knapp zweistündigen Führung demonstrierte sie auf eindrucksvolle Art und Weise ihre umfangreichen Kräuter - und Pflanzenkenntnisse, womit sie sich den gruppeninternen Spitznamen der "Kräuterfee" einhandelte. Anschließend wurde unsere Selbstgezapfte Milch noch zu Kräuterkäse verarbeitet, wobei ein wenig zuviel Lab zu reichlich Quitschkügelchen führte. Für das Programm an diesem Abend sorgte Eric, der uns beweis, dass Kalenderkenntnisse nicht jedermanns Sache sind: Bis kurz vor Mitternacht wollte er uns von der Wahrheit seines anstehenden Geburtstages überzeugen. Dabei unterschlug er einen Tag und erntete entnervte Teilnehmer uns für sich ein Stück vom "Katzenkuchen". Auch hier wird den Insidern ein Schmunzeln nicht verwehrt bleiben...


Am Mittwoch stand unser Ganztagesausflug auf dem Programm. Schon früh machten wir uns auf den Weg zum "Langobardendorf" - die Rekonstruktion eines Wohnortes eben dieses Stammes. Bereichert durch eine interessante Führung und die wohlschmeckende Linsensuppe, brachen wir am frühen Nachmittag auf, um den Kräuter-Tast-Garten in Salzwedel zu besuchen. Nach gut einer Stunde Odyssee gaben die Leiter schließlich entnervt auf und beschlossen einstimmig die Erkenntnis, dass der Garten wohl einem Parkplatz gewichen sein muss. Das gab den Weg frei für das "Objekt der Begierde" zahlreicher Teilnehmer: McDoof und Kino. Nachdem wir uns drei mehr oder weniger sinnreiche Filme angetan hatten, traten wir dann auch den Weg ins Lager an. Das Nachmittagsprogramm spendierte der Gruppenleiter mit seinen amüsanten, doch erfolglosen Versuchen eine sträundene Katze zu fangen und vom Lager zu entfernen. Teilnehmerblut floss - allerdings nicht seins. Zum Glück...

Der Donnerstag diente zur allgemeinen körperlichen Erholung. Nachdem am Vormittag Gradprüfungen erfolgreich abgelgt wurden, bewies Eric auf eindrucksvolle Art und Weise, dass Maries Beinmuskeln ab einer gewissen Stromstärke den Tensgerätes auch alleine krampfen konnten. Der Nachmittag wurde dann mit Baden und Bootfahren über die Runden gebracht.
Für die Nachmittagsgestaltung sorgte unsere Leiterin, die die Erkenntnis gewann, dass Bäume nicht auf jedem Fall einem rückwärtsfahrenden Auto weichen.


Am Freitag war ein Geländespiel angesagt. Doch auch in dieser Rubrik versagte der Großteil der Gruppe vollends. Da der pfadfinderische Elan der Gruppe schon seit Tagen stückweise demontiert wurde, waren es letztlich nur die beiden Vorbereiter des Geländespiels, die man in Wald beobachten konnte. Die Gruppe schreckte sogar nicht vor der Peinlichkeit zurück, sich den Preis zeigen lassen zu müssen. Der Lohn der tapferen Spielgestalter war dagegen das Einnisten von beliebten kleinen Parasiten.
Für die Abendgestaltung sorgte der Gewitterfalschalarm mit anschließendem panischem Abbau. Im Warten auf den Sturm wurde stattdessen ein "Renner" geboren: das Spiel
"Mord in Palermo" begleitete fortan jede freie Minute der restlichen Tage.

Der Samstag stand ganz unter dem Zeichen des Sabbats. Ruhe kennzeichnete den Tag. So glänzte zum Beispiel die Hälfte der Gruppe am Gottesdienst mit Schlaf und Schlummer. Der Nachmittag war mit geistlichen Gesprächen und der Abend leider mit Wasserschlachten umrahmt.

Sonntag endete leider die viel zu kurze Woche unserer gemeinsamen Zeit. Nachdem wir abgebaut und alles verstaut hatten, ging es dann auch auf den Heimweg...