CPA Möckern
Christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Adventjugend


OlaF 15

13.04. - 17.04.2006

Osterlager Friedensau15
13.04. - 17.04.2006
Noch 2 Tage, dann ist der Bericht fertig.
Osterlager, das Lager an dem beinahe alle Schwäne teilnehmen, Jahr für Jahr.
Auch dieses Jahr ging es in den Vorbereitungsrunden wieder darum wie wir die Zelte aufstellen, was wir besonderes bauen könnten und wer vorher Zeit hat das alles aufzubauen.
Ungefähr sechs Wochen vorher erfuhr ich durch Zufall während eines Telefonates via Skype mit Rüdiger, dass der Bunte Abend wieder frei wäre. Ich rief also unverzüglich Anica an und sie erklärte sich sofort bereit diese verantwortungsvolle Aufgabe in die Hand zu nehmen. Sie wollte den Abschlussabend schon vorher machen, doch bei unserer Anfrage Ende letzten Jahres wurde uns gesagt er sei schon vergeben na ja zum Glück für alle Beteiligten ist diese Gruppe dann doch abgesprungen, denn unser Kompetenzteam hat wirklich saubere Arbeit geleistet aber dazu später mehr.
Das Leitungsteam entschied sich nach kurzen Überlegungen für einen Vorschlag von Frank. Zwei Jurten die mit der Hochkothe verbunden sein sollten- klang nach viel Arbeit und das war es auch.
Der Bauherr schlug vor bereits am Sonntag vor dem Osterlager mit den Arbeiten zu beginnen.
Gesagt, getan- am Sonntag wurde das Grundgerüst der Hochkothe aufgestellt. An den folgenden Abenden waren Johannes und Frank nach der Uni damit beschäftigt das Herzstück unserer Zeltanlage zu vollenden. An dieser Stelle möchte ich im Namen der CPA Möckern Herrn Rüdiger Schröter danken, der immer für uns da war und uns mit Material und Vorschlägen weiter geholfen hat, wenn wir nicht mehr weiter konnten/wussten.


Am Mittwoch wurden dann die Jurten aufgerichtet und das komplette Material nach Friedensau geschafft. Leider kam es zu Streitigkeiten mit der Gruppe aus unserer lieben Kreisstadt die sich vehement geweigert hat den Bus, der uns nach dem Mittag zustand, aus zuräumen- es hätte regnen können, schön das sie keine Pfadfinder sind und deshalb auch keine Planen zum Abdecken dabei hatten
Ich verabschiedete mich dann um kurz nach 21 Uhr und Rüdiger fuhr mich nach Hause, dort angekommen musste ich wegen den Kreisstadtindianern den Chef vom Agrarhof Burg um halb zehn wach klingeln. Mit verschlafener und leicht genervter Stimme bestätigte er mir, dass alles geklärt sei und wir wie geplant unsere Ladung abholen könnten. Ein letzter Anruf bei unseren Fahrer und dann hieß es Sachen packen, duschen und ab in die Heia. Um sechs Uhr morgens klingelte dann mein Wecker. Kurz vor sieben stand dann mein Fahrer mit dem Schlepper, einem 200PS Monster von Claas vor der Tür. Voller Vorfreude stieg ich ein und dann ging es auch schon los, ich ließ mir natürlich auf der Fahrt nach Güter (bei Burg) sämtliche Einzelheiten vom Tacho bis zur gefederten Vorderachse erklären.
In Güter angekommen erwatete uns schon der Mann mit dem Teleskoplader. Zehn Strohballen waren bestellt, ich bemerkte jedoch schnell das 10 viel zu viel waren. Woher sollte ich auch wissen, dass sie 2m*1,5m*Kniehöhe groß sind. Ich hielt den netten Mann im Claasgefährt also davon ab die letzten zwei Ballen aufzuladen. Mit Spannriemen wurde die Ladung gesichert und weiter ging es nach Friedensau. Zwischen durch erhielt Ren, unser Fahrer einen Anruf von seinem Arbeitskollegen, er solle so schnell wie möglich zurückkommen, ein anderer Schlepper mache Probleme. Das verursachte natürlich etwas Stress. Ich hoffte nur, da Anreisetag war, dass der Weg um den Zeltplatz frei war, schließlich fuhr Ren unentgeltlich für uns und hatte noch einen langen Tag auf dem Acker vor sich. In Friedensau angekommen erwateten uns bereits Frank, Johannes und Paul, die die Nacht auf dem Zeltplatz verbracht hatten. Das erste Hindernis- das Auto von den Bensbergern war auch schnell beseitigt- auch wenn der Rückwärtsgang nicht auf Anhieb rein ging.
Aus der Fahrt heraus kippte Ren den HW80 und die obersten Strohballen lagen auf dem Boden, die unteren vier standen zwischen Hänger und den ersten vier. Ich kletterte deswegen auf den Hänger und mit vollem Köpereinsatz kippte ich mit den Strohballen um. Wir bedankten uns bei Ren und verabschiedeten ihn. Das letzte Hindernis, ein BMW aus München wich, wenn auch nur sehr langsam nach einer netten aber bestimmten Aufforderung auch von dem Weg und Ren konnte mit dem Topspeed von 42 km/h nach Möckern düsen.
Da lagen sie nun die acht Strohballen. Paul besorgte einen Handwagen und mit ganzer Manneskraft hievten wir einen nach dem anderen in die Großjurte. Frank hatte lange vor dem Osterlager die Idee eine Couch zu bauen und beauftragte mich damit, diese zu besorgen. Allerdings war auch er etwas von den Ausmaßen überrascht. Es stellte sich jedoch schnell raus, dass das riesig gepresste Rindfutter sehr gut geeignet war eine Sitzlandschaft zu errichten. Einen Strohballen spendeten wir ein paar Jungs aus Bayern, die unbedingt auch einen haben wollten. Wir sind da ja nicht so, aber das wir dann auch noch halfen mussten ihn mit auf den Handwagen zuladen spricht nicht gerade für den Gruppenzusammenhalt in deren Gruppe.
Wir stellten 3 hochkant an die Jurtenwand und legen drei weitere davor. Den letzten zersägte Johannes dann mit seiner Machete, um die Lücken auszufüllen und um die Hochkothe auszupolstern. Der Rest vom siebten Balle wurde wieder zusammen gebunden und als Lehne verwendet. Es wurde dann zehn Uhr und die anderen Helfer trafen ein- so hatten wir Zeit zu Brunchen, das heißt bei uns natürlich nicht einfach eine Stulle essen, nein selbstverständlich wurde der Grill angeworfen. Während Johannes und Paul sich um Würstchen und Steaks kümmerten, lieferten Frank und ich den Statusbericht bei Nils und Stephan ab und klärten ab wer was zu machen hat.
Die Kids trudelten dann nach dem Mittag auch langsam ein und Anica und Johannes halfen ihnen dabei ihre Kothen aufzubauen. Teamwork war hierbei die oberste Regel. Derweil wurde in der Küche an der Einrichtung gearbeitet. Ein Regal, eine Kochecke und ein Waschbecken mussten errichtet werden. Die Strohballen wurden mit Gummiponchos von der Bundeswehr abgedeckt- darüber kam eine Lage Decken und zum Schluss schwarze Vorhänge, damit es nicht zu kunterbunt aussah.
Zum Abendessen kamen alle zusammen, das erste gemeinsame Mahl auf dem Osterlager wurde genossen und die fertige Arbeit dabei bestaunt. Nach dem Essen ging es dann in die Arena, für einige zum ersten Mal überhaupt. Es gab eine Begrüßung und eine Andacht. Es wurde gesungen und alle freuten sich, dass es endlich losging.


Am nächsten morgen wurden viele von uns von ein paar Frühaufstehern aus der eigenen Gruppe unsanft geweckt. Die Schuldigen, Schmidti, Eric und Co. wurden zur Rede gestellt und ermahnt, sich an die Lagerregeln zu halten. Am nächsten Morgen klappte dann alles wunderbar.

Nach einer Andacht in der Arena fanden die Workshops statt. Unsere Workshops erfreuten sich großer Beteiligung. Bei Anica und Katharina wurden kleine Stoffpuppen gebaut. Und Feueranzünder wurden in der Manufaktur von Paul und Eric gefertigt. Alle waren mit Eifer und Freude dabei.
Am Abend verpassten wir dann fast den Beginn der Abendveranstaltung in der Arena, da wir zu spät gesehen hatten, dass es laut Plan schon um 17 Uhr Abendbrot geben sollte. Dank unseres perfekten Küchenmanagement war dies jedoch kein Problem und wir schafften es selbstredend pünktlich auf unseren Plätzen zu sein.
Während der Taufe hatte unsere Feuerwache ein interessantes Gespräch mit Schorsch aus unserem Nachbarlager. Es wurden Lagererfahrungen und Geheimtipps für Fahrtenziele ausgetauscht.
Der Gottesdienst am Sabbat mit Predigt, Pantomime und Lobpreis wurde vom Jugend auf Achse-Team gestaltet und begeisterte die 500 Teilnehmer und Gäste in der Arena.
Am Nachmittag fanden sich die Gruppen zum großen Kubb-Contest zusammen. Bei diesem Turnier spielten bis zu 6 Leute in einem Team kämpfen gegen eine andere Mannschaft und versuchen jeweils die Holzklötze der Gegenpartei mit Wurfhölzern umzuwerfen. Der König, der in der Mitte des Spielfelds steht, muss als letzter getroffen werden. Unsere drei Mannschaften schlugen sich dabei sehr achtbar aus der Affäre, wenngleich auch keine einen Sieg erringen konnte. Wie in jedem Jahr bildete das große Osterfeuer den stimmungsvollen Abschluss des Sabbats.
In der folgenden Nacht schliefen einige Gemüter unruhig, denn ein besonderes Ereignis warf
einen Schatten voraus. Doch der Sonntag begann zunächst wieder mit einer Andacht von Jugend auf Achse-Mitglied Eric in der Arena. Den restlichen Tag über stand dann ein großes Geländespiel auf dem Programm. Währenddessen waren die Anica und Juliane schon mit den allerletzten Vorbereitungen für das triumphale Ereignis, dem Bunten Abend, beschäftigt. Angelehnt an das diesjährige OLaF-Motto Auf zu neuen Ufern wetteiferten drei Schiffsbesatzungen um Ruhm und Ehre. Bei verschiedenen kleinen Spielen und Wettkämpfen sammelten die Matrosen für ihre Schiffe wertvolle Punkte. Von vielen Seiten erhielten wir für dieses Abendprogramm Anerkennung und Lob, so dass unsere Gruppe auch ein wenig stolz auf das Geleistete zurückblicken kann.
Wir holten in der Lagerwertung zu Unrecht den undankbaren vierten Platz. Die siegreiche Gruppe aus Solingen gewann mit einem nicht TÜV-gerechten schaukelähnlichen Konstruktion und ihren schlaffen Zelten den Hauptpreis, eine Kothe.
Am Montag endete mit diesem OLaF auch eine langjährige erfolgreiche Tradition. Ab dem nächsten Jahr wird es als SNOW-Camp abwechselnd in verschiedenen Teilen Deutschlands stattfinden.

Noch ein paar Fakten zum OLaF15 :
- unsrer Fahne hing höher als die der anderen
- unser Feuer war wärmer als das der anderen
unser Essen schmeckte besser als das der anderen (ausgenommen Sylkes Leckereien!)
- unsere Zelte standen besser als die der anderen
- unser Wasser war klarer als das der anderen
- unsere Hemden waren grüner als die der anderen
- unsere Kinder waren lebendiger als die der anderen
 
Zum Schluss nur noch zwei Dinge.
    Als erstes gratulieren wir den Baumarktcampern mit ihren minimalistischen Lagerbauten und ihrem      
    durchschnittlichen Lagerverhalten, dass sie eine bessere Lagerplatzierung erreicht haben als wir.
    Last but not least die
Danksagungen:
             Danke an die edlen Spender, die uns mit unendlich vielen Leckereinen versorgt haben.
             Danke an Mathias R., für die 60 bunten Eier.
             Danke an die Agrargenossenschaft Burg für die Strohballen.
             Danke an den Graf von Hagen, der sie für uns transportiert hat.
             Danke an Ren der unentgeldlich für uns gefahren ist.
             Danke an die Eltern, die ihre Kids dazu verpflichtet haben, bis zum Schluss mit beim Abbau zu helfen.
             Danke an die Eltern die selbst mit angepackt haben.
 
 
            Danke an die Lagerleitung für die tolle Abzeichenfarbe! Lila- der letzte Versuch?!
        
    Danke an diejenigen, die bereits am ersten Tag die Sanitären Anlagen vollgesaut haben!!!
 
            Danke an die Nachtwache, die einem im Wald beim Bäume gießen nie allein ließ!!
 
            Danke an die Stadt, dass sie sich nicht hat blicken lassen.

Dieser Bericht zum Osterlager 2006 entstand in Zusammenarbeit mit Frank R., Anna H. und Christine T. Für den Inhalt ist allein Erwin verantortlich! Kritik an " erwin@cpamoeckern.de ".
Erwin ist im Skype zur Zeit:                                    




Schickt uns eure Berichte!



Ja ist denn heut schon Ostern!

Trotz der Tatsache, das Heute erst der 2. März ist, hier schon mal ein paar Informationen aus der Gerüchteküche.
Unser Osterlager auch OLaF genannt wird in diesem Jahr vorerst zum letzten mal in Friedensau stattfinden.
Gründe dafür gibt es wohl viele aber keine für uns klar erkenntliche Begründung.
Als Nachfolger, so eine seriöse Quelle der Redaktion wird es im nächsten Jahr eine SNOW-Camp (
South-North-Ost-West) geben. Stattfinden soll es wohl in Rhens bei Koblenz. Ohne Gewähr.

Aus Protest und aus Tradition überlegen einige unserer Scouts und Leiter ein OLaF 16 entgegen der großen Bosse stattfinden zulassen- Inoffiziell und klein aber ein Osterlager Friedensau. Gesucht werden Interessenten und Gruppen die Lust haben sich anzuschließen.

Erwin, Möckern, d. 2.März 2006


Ja, in wenigen Tagen ist es dann soweit, das Osterlager wird starten. Leider sieht es zur Zeit so aus, als würde Juliane nicht mitkommen können. Sie liegt seit ein paar Tagen überraschender Weise im Krankenhaus. Wir hoffen das Beste für sie. Aber es gibt auch positive Neuigkeiten zu berichten. So hat Frank endlich sein Bauproblem lösen können und eine Alternative zu teuren Bohlen gefunden. Mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten- aber so viel kann ich euch schon einmal sagen, die Hochkohte wird sehr gemütlich werden.


Was uns zum Zweiten positiven Punkt bringt. Unsere Strohballen-Bitte bei der Agrargenossenschaft Burg wurde ja schon vor einigen Wochen mit einem deutlichen Ja beantwortet. Zehn Ballen lagern seit dem in einer Halle in Güter, um schön trocken für uns zu sein. Das einzige Problem was wir noch hatten war, wie wir die schwere Last nach Friedensau bekommen sollen. Das hat sich nun endlich auch erledigt. Am Mittwoch dieser Woche habe ich mit dem Graf von Hagen (auch bekannt als Graf Möckern) telefoniert. Er war sehr freundlich am Telefon und hat mit Begeisterung zugestimmt und uns einen Schlepper mit Anhänger und natürlich auch einen Fahrer zur Verfügung gestellt. Ich werde dann am Gründonnerstag mit einem HW80 voll Strohballen auf dem Zeltplatz stehen. ;)



Erwin, d. 01.04.2006


                 

    Marco hat sich die Mühe gemacht einen
    kleinen Film zusammenzuschneiden,
    schaut ihn euch an {mos_coravideo}1{/mos_coravideo}.


Leider durfte die Datei nur 1550KB groß werden. Darunter leidet nun natürlich die Qualität. Wir hoffen ihr habt dafür Verständnis. Auf Anfrage kann Erwin ( erwin@cpamoeckern.de ) euch auch gerne die 43MB-Version via Skype/MSN/ICQ zuschicken. ;-)