CPA Möckern
Christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Adventjugend


SNOWcamp 2

20.03. - 24.03.2008

Das diesjährige Zeltlager zum Osterfest machte seinem Namen wirklich alle Ehre!
Nachdem wir am Donnerstag um 2Uhr morgens losgefahren waren, begrüßte uns bei Anbruch des Tages eine winterlich schöne Schneedecke auf dem Zeltplatz in Reinwarzhofen.
Zum Frühstück besorgten wir in Thalmässing bei einem bayrischen Ureinwohner frische Brötchen und stärkten uns gemeinsam mit den Solinger Skunks in deren Zelt, um für den beginnenden Tag Kraft zu tanken. Anschließend hieß es Bus ausräumen, Großjurte aufbauen und sich häuslich einrichten.
Dabei wurden unsere Männer wieder sehr kreativ und zauberten aus losen, unspektakulären Brettern eine Kochecke d lux und ein Regal - namens Bunker - damit Reisetaschen und Rucksäcke nicht auf der Erde stehen mussten.

Eine der ersten Handlungen im aufgebauten Zelt war der Aufbau und das Entzünden des Feuers, welches für die nächsten Tage Hauptsammel- und Aufwärmplatz sein sollte.

Mittags waren wir schon so gut wie fertig und es gab Kartoffelsalat und Würstchen. Den Nachmittag verbrachte jeder auf seine Weise. Alles in allem jedoch sehr entspannt. Während die Jungs alte Bekanntschaften wieder auffrischten bzw. an der Kochecke bastelten, war es uns drei Mädchen wichtig, die sanitären Anlagen und die Abwaschstelle zu begutachten und dann gemütlich am Feuer zu lesen oder ein Nickerchen zu machen.

Scheinbar war dies die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm! Bei der abendlichen Leiterrunde wurde verkündet: Orkan und Schneefront in der kommenden Nacht erwartet! und so entschlossen wir uns eine Nachtwache aufzustellen, die das Feuer und die Jurte im Auge behalten sollte. Den Anfang machten wir drei Mädels, da wir auch auf die drei Nachzügler warten wollten. Unsere  Schicht verlief reibungslos. Um 2Uhr wurden wir dann von Koopi und Schmidti abgelöst. Was uns am nächsten morgen erwartete, hätten wir nicht für möglich gehalten. Der Orkan forderte von den Jungs vollen Einsatz, beim Seile nachspannen, Heringe umsetzen und Teleskopstangen ins Lot setzen.
Am Ende hatten wir Glück und nur ein kleines Loch im Jurtendach. Andere Gruppen traf es viel schlimmer; Zelte stürzten ein, Zeltstangen knickten weg und brachen, ellenlange Risse zierten Zeltdächer, die Schlafsäcke und Klamotten waren im Schnee vergraben.

Aus Ärger über das Wetter, die eigene Unfähigkeit, die kostspieligen Schäden an den Zelten und vielleicht auch wegen des Verhaltens der Lagerleitung sahen sich einige Gruppen veranlasst das SNOWcamp bereits nach der ersten Nacht abzubrechen. So reisten etwa 8 Gruppen mit ca. 120 Pfadis ab, noch bevor das Lager offiziell eröffnet wurde.

Die Eröffnung wurde von 10 auf 14Uhr verschoben, so hatten wir Gelegenheit, das Zelt von Innen abzudichten und mit Paletten zu pimpen. Unter anderem hatte es die Solinger Skunks unter der Führung von Marcel voll erwischt- beide Jurten lagen flach. Dort wo wir 24h zuvor gefrühstückt hatten, waren jetzt keine Zelte mehr, sondern Schnee und umgestürzte Bänke. Die armen Pfadis mussten um 4Uhr in der Nacht ihr Zelt evakuieren und in den Duschen mit den anderen Betroffenen ausharren. Sie nahmen unser Angebot an und wärmten sich an unserem Feuer und aßen ein paar ofenfrische Brötchen. Leider ließen sie sich nicht überreden zu bleiben. Damit sie so schnell wie möglich abreisen konnten, halfen wir ihnen, so gut wir konnten:  wir nahmen ihnen ihr Feuerholz ab.

Nach der Eröffnungsandacht verbrachten wir die Zeit mit dem Vorbereiten der Linsensuppe für das Potluck. Um 18Uhr wurde es mit Gesang, einem Anspiel und einem kleinen Programm zum diesjährigen Thema Du bist einzigartig eröffnet.
Unsere leckere Suppe war die einzig wirklich warme Mahlzeit in der Runde und dementsprechend nach kurzer Zeit bis auf die letzte Linse verputzt.

Der Sabbatmorgen begann wie der Freitagabend- Schnee ohne Ende. Nachdem wir ausnahmsweise sehr lange geschlafen und anschließend ausgiebig gefrühstückt hatten, waren wir mehr oder weniger - eher weniger - pünktlich um 10Uhr im Zelt der Wittenberger zur Zeit der Begegnung. Gemeinsam mit den Bensbergern  und Wittenbergern sollten wir ein kleines Anspiel für den Bunten Abend zusammenstellen. Da wir aus verschiedenen Gründen beschlossen hatten, bereits am Sonntagabend abzufahren, konnten wir lediglich Gummibärchen, Sicherheitsnadeln und gute Ideen in das Gespräch einbringen.
Zum Mittag gab es dann Nudeln mit Tomatensauce und einer Spezial-Chili-Überraschung. Zur Anheizung der Stimmung hatte Meisterkoch Frank fünf getrocknete Chilischoten in die Sauce getan. Schmidti war todesmutig und aß seine ohne einen Mucks. Sebastian hingegen hatte wohl mit keiner Silbe damit gerechnet und war vom Feuer seiner Zunge etwas überwältigt.
Am Nachmittag unternahmen wir einen Gruppenausflug zu verschiedenen Burgruinen. Leider verpassten wir deswegen den Gottesdienst, der aus Personalnot, für uns zu kurzfristig, auf den Nachmittag gelegt wurde.
Zuerst ging es zur Burg Rundeck. Hier fanden wir nebst Resten der Burg auch Überbleibsel von Granaten und Gewehrmunition und deswegen ging es sofort weiter zur nächsten Burg. Burg Pappenheim war das nächste Ziel. Zwei Euro Eintritt pro Person war für eine halbe Stunde zwar etwas viel, aber man trägt ja gerne mal etwas zur Erhaltung der Geschichte bei. Auf dem Rückweg legten wir noch einen Stopp bei der Burgruine Bechthal ein. Frank erkundete als einziger die Burg bis in den letzten Winkel- alle anderen vergnügten sich ausgiebig bei einer erfrischend kühlen Schneeballschlacht- wann kann man Ostern schon mal Schneebälle testen?

Wieder im Lager angekommen, gab es Bratnudeln und das traditionelle Osterfeuer. Zwei Geburtstagskinder durften es in diesem Jahr entzünden.

Später am Abend feierte der CPA Möckern Film ThreeKings Zwo.Null Premiere. Die Gemeinschaftsproduktion von GGT-Productions und HotBurningActionMovies kam bei der Gruppe, der Lagerleitung und ausgewählten Gäste sehr gut an. Vielleicht lag es auch an dem frischen Popcorn, welches Fresy kurz zuvor in der Pfanne zubereitete.

Am nächsten Morgen war Ostersonntag. Kaum vorstellbar, da es über Nacht wieder geschneit hatte als wäre Weihnachten.
Aufgabe des Tages war die Challenge Knödelweitwurf. Man sollte ein Wurfgerät bauen, mit dem man einen bayrischen Knödel soweit wie möglich werfen kann -> klare Sache: Das kann nur ein Katapult. Die Jungs begannen bereits vor dem Frühstück, sich dieser Aufgabe zu stellen. 14:30Uhr war es nach mehrmaliger Fristverlängerung dann endlich soweit. Aufstellung am Großzelt, Wurfrichtung: Osten. Alle Gruppen hatten mehr oder weniger katapultähnliche Geräte zusammengezimmert. Doch bereits nach dem ersten Durchgang war es uns klar: Es konnte nur einen Sieger geben, CPA Möckern!
Wir gewannen den Wettbewerb mit 45m Reichweite und mehr als 10m Abstand zum Zweitplatzierten. Ein gelungener Abschluss, denn gleich darauf begannen wir mit dem Abbau. Der bunte Abend startete 20Uhr. Wir waren seit einer Stunde fix und fertig vom Abbau. Aber da unsere Fahrer noch eine Mütze Schlaf verlangten, wärmten wir uns an fremden Feuern und genossen den Bunten Abend. Nachdem wir unsere Siegerurkunde und das Gruppenbild von der Lagerleitung überreicht bekamen, waren um 21Uhr auch unsere Fahrer bereit zur Fahrt in die Heimat. Abendbrot gab es bei Burger King. Wir fuhren bis Schleiz durch leichtes Schneegestöber und an einigen Räumfahrzeugen vorbei und machten dort einen Fahrerwechsel. Um 3Uhr erreichten wir Möckern. Hier fanden wir weit weniger Schnee. Wir brachten jeden noch rasch nach Hause und um halb Zwei am folgenden Nachmittag trafen wir uns wieder alle am Pfadihaus zum Busausräumen.
Alles in Allem war es für alle eine aufregende Erfahrung und obwohl wir viel über den Schnee, die Kälte und die Organisation geschimpft haben, freuen wir uns schon wieder auf das nächste Jahr.


(by Tine, bearbeitet von Anica & Erwin)