CPA Möckern
Christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Adventjugend


Sola 2008

10.08. - 19.08.2008

Dieses Jahr waren wir für das Sommerlager in Hinterweidenthal bei Dahn im Pfälzer Wald.
Auch wenn wir erst nicht ganz vollständig in Hinterweidenthal ankamen und das Aufbauen der Jurten deshalb etwas länger gedauert hat, haben wir das alles noch hinbekommen. Am 3. Tag haben wir unsere Scouts(, die ja auf der Scoutwanderung waren,) in Straßburg abgeholt, um unsere Gruppe zu vervollständigen und uns die Stadt anzuschauen. Dort haben wir uns das Straßburger Münster angeschaut und waren leicht enttäuscht vom Glockenspiel mit der astronomischen Uhr im Münster, das uns eine Viertelstunde warten lassen hat um ein Ping zu hören und das war es dann. Zum Abschluss haben wir eine Bootstour gemacht, bei der man zwischen verschiedenen Sprachen und Kanälen wählen konnte, wie man etwas über die Stadt und ihre vielen Brücken erfahren möchte.
Außerdem haben wir versucht Drachen steigen zu lassen, die Betonung liegt auf versucht.
Der fehlende Wind hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Lukas ist mit Ralf auf Tierspurensuche gegangen und einige von uns haben das Abzeichen Haustiere abgelegt.
Frank hatte für uns Burgenwanderungen vorbereitet und wir haben viele Burgruinen in der Umgebung gesehen. Und wir haben eine Fahrt nach Verdun unternommen, bei der wir verschiedene Kriegsschauplätze besucht haben und erstaunt waren, dass die hügelige Landschaft teils durch die ganzen Granaten und Bombeneinschläge geprägt wurde, obwohl heute alles wieder grün ist. Aus einem Bunker kam mir sogar eine Fledermaus entgegen, als ich das Loch in der Wand näher betrachten wollte;) In den Bunkern war es ganz schön kalt und feucht, sodass wir drinnen die Jacken an- und draußen ausziehen mussten. Wir haben in Fort de Douaumont Erklärungstexte bekommen, die Ralf uns an jeder Station vorgelesen hat.
Manche Dinge waren sehr interessant und hilfreich um sich vorstellen zu können, wie es damals dort gewesen sein muss. Am interessantesten für alle war wahrscheinlich der Geschützturm, an dem man sehen konnte, was alles bewegt werden musste um den ein paar Zentimeter zu öffnen.
Am Sabbat hat Christian mit uns den Gottesdienst gehalten. Jeder von uns hat eine Rolle bekommen, bei der man sich in eine Person hineinversetzen sollte und mit einer anderen Person einen Konflikt zu lösen hatte. Die Konflikte hingen aber alle zusammen und manche Details wurden erst im Laufe des Rollenspiels bekannt, da jeder zunächst nur seine Version der Geschichte kannte. Hört sich vielleicht etwas kompliziert an und zumindest eine Gruppe konnte nicht alle Konflikte lösen, weil die Teilnehmer es lustig fanden sich zu streiten, aber im Endeffekt haben alle verstanden worum es ging, glaube ich. Abends gab es Stockbrot und diesmal auch eine Variante mit Chili. Das ist wie jede Variante nicht jedermanns Fall, aber probieren sollte man das mal!
An einem Tag waren wir noch im Zoo und haben manche Tiere vermisst (wie z.B. Elefanten), aber konnten dafür eine Raubkatzenfütterung, eine Robbenshow und die Pinguinfütterung sehen. In dem Zoo war an dem Tag nämlich Kindertag und unsere kleinen und großen Kinder mittendrin.
In Dahn waren wir an einem Tag noch im Schwimmbad, wo uns leider nicht alle begleiten konnten, da sich Florian in den Finger sägen musste. Er hat dann mit den Scouts noch mal eine Wanderung unternommen.
Nach 10 Tagen war dann schon wieder alles vorbei und wir haben uns auf in die Heimat gemacht in die Welt in der es unter anderem auch endlich wieder warme Duschen/Badewannen gibt.
Aber was rede ich denn da... ein Pfadi ist doch immer frohen Mutes und pfeift und singt in jeder Situation.
Madleen

Vom 10. bis 19. August 2008 hatten wir unser eigenes Sommerlager.
Nachdem zwei unserer Leiter aufgrund familiärer Probleme kurzfristig nicht mitkonnten, liehen wir uns Christian, den Pfadfinderleiter der CPA Friedensau, und kürzten das Lager auf 10 Tage. Beim Packen mussten wir feststellen, dass unsere verliehenen Kohten nicht wieder zurück waren. So fuhren wir also mit 2 Kohten und 2 Jurten nach Hinterweidenthal in der Pfalz. Ein Lager mit viel Improvisation hatte begonnen.
Sonntag war Abfahrt. Mit vereinten Kräften wurde der Hänger noch gepackt und schon ging es los nach Hinterweidenthal, das Tor zum Wasgau. 612km in einem Bus mit Hänger dauert ganz schön lange. Abends kamen wir endlich an und mussten erst Mal aufbauen. Darüber wurde es dunkel, doch die erste Jurte stand. Gegen Mitternacht gab es Abendessen und dann ab ins Bett.
Am nächsten Morgen kam Ralf als Nachzügler vom Scoutcamporee in der Schweiz. Gemeinsam wurde das Zelt ausgerichtet, die beiden Kohten und die zweite Jurte aufgebaut. Die Küche wurde eingerichtet und der Zeltplatz mit Umgebung begutachtet.
Der Zeltplatz, den wir für uns alleine hatten, hatte 3-Dixie-Toiletten, eine Wasserrinne zum Waschen und ab dem zweiten Morgen noch eine Freiluftdusche mit dem kalten Wasser der Wasserrinne. Außerdem gab es eine überdachte Bühne, vor die wir unsere große Jurte stellten. Unser Lager war fertig.
Am Dienstag ging es nach Straßburg. Die schöne Stadt im Elsass war schnell erreicht. Doch, es regnete. Der Wetterbericht hatte schon für das ganze Lager Regen voraus gesagt. An diesem Morgen war es also auch nicht anders. Nachdem wir endlich einen Parkplatz fanden, übrigens neben einem ausgebrannten Bus, konnten wir uns auf in die Innenstadt machen. Am Bahnhof holten wir erst Mal unsere 4 Scouts ab, die von ihrer Scoutwanderung zurückkehrten. Gemeinsam besuchten wir, nach einer Stärkung bei McDonalds, das Münster. Die astronomische Uhr begeisterte und so machte das 20minütige Warten auf die volle Stunde nichts aus. Doch nach 2 Glockenschlägen war das Spektakel auch schon vorbei, wie enttäuschend. Nachdem jeder selbst durch Straßburg ziehen konnte, schlossen wir mit einer Schifffahrt über die Ill den Tag dort ab. Hierbei begeisterte der elsässische Dialekt am Meisten.
Nach einem ruhigen Tag im Lager fuhren wir am Donnerstag nach Verdun. Um die franzözische Autobahn zu umgehen entschieden wir uns für eine Strecke über Luxemburg, die uns lustiges Radioprogramm auf Luxemburgerisch, einiges Verfahren und extrem billiges Benzin bescherte. In Verdun konnten wir alte Bunker erkunden, von Frank einige Geschichten hören, uns bewusst machen, wie der Krieg nicht nur in der Landschaft Krater hinterlässt und den riesigen Friedhof besuchen. Ein erschreckendes Mahnmal der Wahnvorstellung des Menschen mit Gewalt sich bereichern zu können, ob an Geld, Macht, Land oder sonst etwas.
Freitag erkundeten wir die Gegend, fanden Wildschweinspuren und natürlich auch jede Menge Abhänge zum runterklettern. Am Samstag konnten wir mit Christian einen interessanten Gottesdienst in Form eines Rollenspiels erleben. Nachmittags ging es dann in das nahe deutsch-französische Grenzgebiet, wo wir eine Rundwanderung machten, die uns an vielen ehemals deutschen Burgen vorbeiführten, die fast alle im 16.bzw. 17. Jahrhundert von den einfallenden Franzosen gesprengt wurden.
Am Sonntag ging es dann in den Zoo in Landau. Viele Tiere, Fütterungen, die regelmäßig stattfanden und Aktionen der dortigen Zooschule brachten viel Abwechslung. Die Fütterung und das gleichzeitige Training der Robben war wohl der Höhepunkt dieses Tages, für unsere Älteren dagegen eher der Streichelzoo.
Am Montag, der letzte Tag in Hinterweidenthal, ging es für den einen Teil der Gruppe in das Erlebnisbad in Dahn und für die anderen in die Burgruine Neudahn. Danach wurde abgebaut und unter dem freien Himmel, bzw., da es nachts zu regnen begann, auf der überdachten Bühne übernachtet. Am Dienstag fuhren wir schließlich wieder zurück nach Möckern.
So erlebten wir 10 Tage miteinander. Trotz vorhergesagtem Dauerregen, schien den Großteil des Lagers die Sonne. An Verletzungen hatten wir diesmal einen angesägten Finger zu verzeichnen, der im Krankenhaus gut versorgt wurde mit einigen Stichen.
Dabei waren: Christian (unser Gastleiter aus Friedensau), Benny, Madleen, Frank, Kunzi, Schmidti, Sascha, Lukas, Haufi, Marvin und Ralf.

by Ralf