CPA Möckern
Christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Adventjugend


Sola 2011

17.07. - 24.07.2011

Das diesjährige Sommerlager fand in der Nähe von Lübeck, in Einhaus bei Ratzeburg statt. Am Sonntag, den 17.07. ging es schon sehr früh mit dem Zug los, nur ein Auto fuhr mit vollgepacktem Hänger. Als wir auf dem Bahnhof in Ratzeburg ankamen, mussten wir noch zum Zeltplatz laufen, welchen wir endlich gegen 14 Uhr erreichten und wir waren sehr froh, dass die Jurte schon stand, denn langsam aber sicher begann es nun zu regnen. Nachdem wir dann schließlich noch alles aufgebaut hatten, konnten wir uns Kartoffelsalat und Würstchen schmecken lassen. Am Abend gab es dann die erste Abendandacht. Das Thema, welches uns in dieser Woche Abend für Abend beschäftigte war „Die Schöpfung“. Und so bastelten wir am ersten Abend kleine Teelichter aus Papiertüten, welche wir bunt bemalten, denn am ersten Tag schuf Gott Licht und Dunkelheit. Schließlich ließen wir den Tag am Lagerfeuer ausklingen.
Nachdem wir die erste Nacht gut überstanden hatten und uns langsam an die ungewohnten Umstände in so einem Zelt gewöhnten, freuten wir uns auf unseren ersten gemeinsamen Tag auf dem Zeltplatz. Begonnen wurde dieser mit einer kleinen Morgenandacht, bei der wir einen kleinen Spruch auswendig lernen sollen: „Ich bin mit dir, ich werde dich nicht aufgeben und verlassen. Sei stark und mutig!“ Dann stärkten wir uns beim Frühstück, denn es gab noch viel aufzubauen. Außerdem war das Wochenziel für uns das Erreichen des Leistungsabzeichens „Zelten“. Hierfür gab es noch eine Menge zu lernen und zu üben. So wiederholten wir am Montag den Knoten „Rettungsschlinge“ und das Auf- und Abbauen einer Kohte. Zum Mittag gab es dann Nudeln mit Tomatensoße, welchem eine ausgiebige Mittagspause folgte. Am Nachmittag erholten wir uns beim Spielen: Frisbee, Wikingerschach und UNO ließen die Zeit vergehen. Schließlich war es wieder Zeit für die Abendandacht. Wir „schufen“ unsere eigene Welt: in eine Zargeskiste füllten wir Erde und spannten einen Himmel aus grünem Netz darüber. Nun bastelten wir aus Watte Wolken, denn am zweiten Tag trennte Gott das Wasser auf der Erde und das Wasser im Himmel. Wir hingen unsere Wolken auf und lernten das neue Lied „ Du bist Gott, Leben pur“. Musikalisch begleitet wurden wir während der ganzen Woche von Daniel und Lukas an der Gitarre und Freddy mit der Bongo?, welche einen echt tollen Job gemacht haben. Zum Abschluss des Tages machten wir Stockbrot und ließen es uns schmecken.
Am Dienstag wachten wir mit richtig guter Laune auf, denn es war wolkenloser Himmel, der einen sonnigen Tag versprach. Auch an diesem Tag begannen wir mit einer kleinen Morgenandacht und wieder einem Spruch zum Lernen: „Du bist ein gnädiger und barmherziger Gott. Deine Geduld ist groß. Deine Liebe kennt kein Ende“. Nach dem Frühstück übten wir weiter für unser Abzeichen und halfen Freddy beim Feuerstellenbau. Wir teilten uns in zwei Gruppen. Während eine Gruppe den Wald erkundete, Waldläuferzeichen legte, kletterte und die Badestelle suchte, half die andere Gruppe beim Holz holen und verschiedene Feuerstellen aufbauen. Und dann wurde gewechselt. Schließlich gab es zum Mittag Eierkuchen mit Apfelmus, welches auch den Wespen besonders gefiel. Doch auch davon ließen wir uns die Stimmung nicht vermiesen und ruhten uns dann wieder aus. Den Nachmittag verbrachten wir mit basteln. Zuerst filzten wir die Erde. Dazu mussten kleine runde Steine gefunden werden, die wurden dann mit buntem Filz unserer Wahl umwickelt, in einen Nylonstrumpf gesteckt, festgebunden und dann mit Filzseife und Wasser ganz lange ganz doll gerubbelt werden. Danach haben wir auf ähnliche Weise Filzschlüsselanhänger gemacht. Abschließend bastelten wir uns kleine Laternen aus Plastikbechern, die wir in eine Schüssel mit Ölfarbe tauchten. Außerdem halfen wir Holz ins Lager zu transportieren, damit wir abends wieder gemeinsam am warmen Feuer sitzen konnten. Es dauerte gar nicht lange, bis es wieder Zeit war für die Abendandacht. Am dritten Tag schuf Gott Sonne, Mond und Sterne und so bastelten wir diese und hingen sie zu den Wolken an unseren Himmel. Und auch an diesem Abend konnten wir wieder Stockbrot machen.
Der morgendliche Spruch für Mittwoch lautete: „Lobe den Herrn meine Seele, und seinen heiligen Namen. Was er dir Gutes getan hat, Seele vergiss es nicht. Amen“. Nach dem Frühstück haben wir Lunchpakete gepackt, denn an diesem Tag machten wir einen Ausflug nach Ratzeburg, zu Fuss. Als wir dann die Stadt erreicht hatten, hielten wir zur Rast vor dem Rathaus. Dann wollten wir den, auf den Gehweg gemalten, „Tatzen folgen, um den Löwen zu finden“, wie es in der Touristeninformation hieß, doch nicht immer waren die Tatzen leicht zu finden. Als wir dann ein Souvenirgeschäft fanden, kauften wir lieber erst einmal Postkarten und Briefmarken und gingen dann zum Badestrand, um dort zu essen und baden zu gehen. Dort hatten wir viel Spass mit baden, tauchen und toben im flachen Wasser. Doch wir mussten am Nachmittag wieder aufbrechen, denn wir hatten noch viel zu sehen. Wir gingen nun auf direktem Weg zum Dom und dem angrenzenden Kloster, vor dem wir dann auch die Löwenstatue fanden. Im Dom war eine ergreifende Stimmung und auch die Ausstellung in einem Nebenraum war sehr interessant. Wir erfuhren etwas über das Leben und den Tod des Namensgebers unseres Zeltplatzes: Ansverus. Es gab große Wandbilder zu bestaunen und sehr alte Priestergewänder. Besonders eines war sehr schön: Auf ihm war Jesus am Kreuz dargestellt und Anna war so ergriffen, dass sie vor diesem Gewand gebetet hat. Doch dann war es Zeit sich auf den Rückweg zu machen. Wieder auf dem Zeltplatz angekommen, schrieben wir erstmal die Postkarten an unsere Lieben, während die Würstchen für das Abendbrot auf dem Grill lagen. Zwischen Essen und Abendandacht haben wir uns das Ansveruskreuz angeguckt, welches in der Nähe des Zeltplatzes steht. In der Abendandacht steckten wir Blätter, Kräuter und Blüten auf unsere Erde, denn am vierten Tag schuf Gott Bäume und Sträucher. Anschließend fielen wir sehr müde aber zufrieden in unseren Schlafsack.
Am Donnerstagmorgen waren wir sehr aufgeregt, denn an diesem Tag sollte die Prüfung für das Leistungsabzeichen stattfinden. Doch erstmal gab es wieder eine Morgenandacht und den täglichen Spruch: „Du zeigst mir den Weg, der zum Leben führt. Du beschenkst mich mit Freude, denn du bist bei mir“. Nach dem Frühstück war es endlich soweit: unsere Prüfung. Wir mussten eine Kothe auf- und abbauen und auch theoretische Fragen beantworten, doch es haben alle bestanden! Zum Mittag gab es Chili Concarne, dem wir sehr skeptisch gegenüberstanden, doch es war gar nicht scharf, zum Glück. Dann mussten wir wieder Mittagspause halten, denn am Nachmittag fand das Geländespiel statt. Das hieß „Chaosspiel“. Es gab ein Spielbrett mit 35 Zahlen, wir wurden in 2 Gruppen geteilt und jede Gruppe hatte eine Spielfigur. Durch würfeln kam man mit seiner Figur auf eine Zahl, diese war auf dem Gelände versteckt. Man musste also loslaufen, die Zahl finden und sich das Wort merken, welches unter dieser Zahl stand, zurückrennen und das Wort sagen. Dann bekam man eine Aufgabe, die man erfüllen musste, bevor man wieder würfeln durfte. Man musste z.B. Seilspringen, das Schlafzeug überziehen, Ententanz tanzen und vieles mehr. Zum Abschluss haben wir einen Dickmann ohne Hände gegessen. Der Tag endete wieder mit einer Abendandacht. Diesmal malten wir Vögel aus, denn am fünften Tag schuf Gott Fische und Vögel. Diese hingen wir dann zu den Wolken und den Sternen und es waren schon Fische aus Moosgummi vorbereitet, die im Wasser befestigt wurden. Am Lagerfeuer ließen wir den Tag dann mit Stockbrot ausklingen.
Bereits in der Nacht zu Freitag begann es zu regnen und auch am Morgen hatte es noch nicht aufgehört. Trotzdem fand die letzte Morgenandacht statt, diesmal mit dem Spruch: “Hört! Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Du sollst ihn lieben aus ganzem Herzen, aus ganzer Kraft und mit all deiner Hingabe“. Nach dem Frühstück hatten wir Lust auf den Matschpfad, den wir im Wald entdeckt hatten und so machten wir uns mit Marco auf den Weg. Das war sehr lustig, denn der Boden war so sehr aufgeweicht, dass wir teilweise steckenblieben und so waren schließlich unsere Socken, die Gummistiefel von innen und außen und auch die Hosen richtig schön schlammig. Also mussten wir direkt unter die Dusche, Haare föhnen und Madleen wusch unsere dreckigen Sachen wieder halbwegs sauber. Diese wurden dann an das Feuer zum Trocknen aufgehängt. Zum Mittag gab es Milchreis mit Zimt und Zucker und anschließend wieder Mittagsruhe. Den Nachmittag verbrachten wir mit UNO spielen und beim Holz holen helfen. Abends gab es wieder eine Andacht, in welcher wir Tiere wie z.B. Elefanten, Maulwurf und Co. ausmalten, denn am sechsten Tag schuf Gott Tiere und Menschen. Das Basteln der Menschen verschoben wir auf Samstag, denn es gab noch eine Überraschung. Der Abend vor dem siebenten Tag ist der Beginn des Sabbats, des Ruhetages und weil das ein besonderer Moment ist, gibt es für jeden eine kleine „ Sabbatüberraschung“, dieses Mal gab es Milchmäuse. Außerdem hatten wir eine Einladung einer anderen Pfadfindergruppe, den VCP (Verband Christlicher Pfadfinder), erhalten, den Abend bei ihnen zu verbringen. Also schnappten wir uns unsere Stockbrotstöcker und verbrachten dort eine interessante Zeit mit Lieder singen, neue Lieder kennenlernen, Tschai-Tee trinken und Stockbrot machen.
Am Samstagmorgen hatte der Regen schon etwas nachgelassen. Heute gab es keine Morgenandacht, denn nach dem Frühstück gab es einen kleinen Gottesdienst. Jetzt hatten wir auch Zeit Menschen zu machen, die wir kneteten. Jeder gestaltete sich selbst, bzw. so, wie man sich gerne hätte. Aufgrund des Regens hatten wir unsere kleine Welt in Sicherheit gebracht und vorsichtig abgebaut, sodass wir die Menschen erstmal nicht auf die Erde stellen konnten. Nach dem Gottesdienst gab es dann zum Mittag Reis mit Süßsaurer Soße. Das Essen wurde diesmal von Freddy und Lukas gekocht, denn die beiden mussten diese Aufgabe für ihr Abzeichen „Lagerküche und Feuerstellenbau“ noch erfüllen. Die Süßsaure Soße kam nicht bei allen so gut an wie das Essen der vergangenen Tage, doch zum Glück hatte Tine eine Überraschung: es gab als Nachtisch Pudding. Und auch an diesem Tag hielten wir wieder Mittagspause. Am Nachmittag waren die Kothen soweit abgetrocknet, dass wir uns entschlossen, diese bereits abzubauen, denn die nächsten Regenwolken kündigten sich bereits an. Und gerade als wir fertig waren, fing es wieder an zu regnen. Nach dem Abendbrot wurde noch ein separater Schlafbereich für uns mit NVA-Planen im großen Zelt abgetrennt und so hatten wir genug Platz für alle unsere Sachen. Den Abend ließen wir mit Marshmallows, Stockbrot und Gesang ausklingen – dachten wir. Doch als es dunkel wurde, stand eine Nachtwanderung auf dem Programm. Dabei hatten wir ganz schön Angst, doch allen ging es gut und es ist nichts passiert und so konnten wir beruhigt ins Bett. Während der ganzen Woche bekamen wir die Geschichte „An der Arche um Acht“ von Tine vorgelesen, in welcher die Geschichte der Arche Noah aus der Sicht von drei Pinguinen erzählt wurde, doch am Samstagabend hörten wir die Geschichte vom verlorenen Sohn.
Am Sonntag mussten wir sehr früh aufstehen, was uns sehr schwer fiel. Nach dem Frühstück begannen wir dann direkt mit dem Abbau. Leider regnete es in Strömen. Doch schließlich war alles pünktlich abgebaut und in den Hänger verpackt. Und wir konnten uns wieder auf den Weg zum Bahnhof machen.

Tine


vor